der schuss musste ihn getroffen haben, wie in einer trance bemerkte er die warme flüssigkeit seine kleidung herunterlaufen. nach dem durchdringenden geräusch des schusses herrschte stille. ohrenbetäubende stille.. stille die es in einer stadt wie boston nur selten gab. und wenn sie sich dann ihren weg langsam aber sicher durch die straßen bahnt fühlt es sich für sekundenbruchteile so an als wäre die welt einfach mal kurz stehen geblieben weil es ihr hier gerade so gut gefällt. ihm gefiel dieser moment jedoch so gar nicht. sein atem fing an zu stocken als wäre seine lunge viel zu klein für seine, diese eine welt. das dicke dunkelrote blut sickerte vorsichtig durch kleine zwischenräume des gewebes seines hemdes. und es sammelten sich dicke tropfen am revers. sie sagen immer wenn man stirbt dann zieht das ganze leben nochmal an einem vorbei, doch in seiner schädeldecke flimmerte da gar nichts. tiefes schwarz umhüllte zunehmend seinen geist wie dichter nebel im herbst die welt quasi auf stumm stellt. verzweifelt suchten seine hände nach einem ausweg, doch das lähmende gefühl breitete sich zunehmend schneller aus. sein blut fühlte sich an wie auf vier grad runtergekühlt und neben der tatsache das er eine gänsehaut bekam fing er unkontrolliert an zu zittern. er riss die augen wieder auf und sah gar nichst. auf merkwürdige art und weise näherte sich sein körper in wenigen bruchteilen von sekunden dem rot glänzenden asphalt. der regen vermischte sich mit den dicken tropfen und trug den letzen rest von ihm zurück in die welt.

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