menschenleer.

manchmal gehe ich durch diese stadt, wenn sie menschenleer ist. dann sind da nur die einsamen straßenlaternen und ich bemerke dass sie viel zu weit voneinander entfernt sind. und das licht das mir diese spenden fühlt sich manchmal gar nicht mal  so kalt an und auch die straße fühlt sich manchmal gar nicht mal so hart an. da gibt es diese momente in denen ich alleine durch die verlassenen straßen gehe und keine angst habe. dann pocht der beat in meinen kopfhörern so laut, dass es meinen herzschlag ersetzt und es fühlt sich gut an. und dann schwappt das bier in meinen händen fast über und vielleicht hab ich manchmal das gefühl ich kipp vorn über aber das ist nicht so schlimm. manchmal gehe ich durch diese stadt, wenn sie menschenleer ist. dann zähl ich entfernung wieder in liedern und hoffe das ich noch kein altes bin. dann spiegelt sich mein gesicht in einem ladenlokal das zu vermieten ist weil das feuerzeug hier die einzige beleuchtung ist. und dann schau ich dem rauch nach. wie einsam er wohl ist? und dann schaue ich meine kippe an und bemerke sie ist wie ich. jetzt gerade leuchtet sie, flammend rot und verstreut ihre seele in der welt, geht mit dem wind und dann auf einmal ist sie hin, und so werde ich auch sein. asche zu asche und staub zu staub. manchmal gehe ich durch diese stadt, wenn sie menschenleer ist. dann frage ich mich wo das nächste meer ist und wie furchtbar allein es wohl ist. wie lange dauert es wohl bis sich zwei wellen wiedertreffen? ich kenn es nur wenn man sagt das wir uns in zwei liedern hier wiedertreffen. und dann spiegelt sich in der pfütze auf dem boden eine halbe million. meine müden augen schauen zu den sternen hoch und ich frag mich bloß ob sie nicht total einsam sind. eben da war es pass mal den absinth und jetzt bemerken wir alle wie furchtbar allein wir doch sind.

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