wir wollen blut sehen

actionfilme. in game geballer. kriegsbilder. es ist so: wir wollen blut sehen. aber halt auch nur, wenn das blut nicht aus einer vagina kommt. dann ist es ganz schnell eklig, fehl am mensch, etwas über das keine*r redet. dabei völlig egal ist auch die normalität dieser situation oder der fakt, dass die blutende vagina nicht anders kann. vaginas bluten halt manchmal. oder eher: sie helfen dabei die innerste schicht des uterus nach draußen zu befördern. genau dahin wo alle blut sehen wollen. nur eben nicht das, was so viele menschen stresst und für das sie absolut nichts können. trotzdem ist es ja widerlich und sollte, wenn dann negativ im gespräch sein. ich bin mir sicher es liegt gar nicht am blut. blut wollen alle sehen. ich bin mir sicher es liegt an der tatsache das es vaginas sind die bluten. denn wenn  die dann schon was anders machen in ‘that time of the month’ dann kann mensch es wenigstens einfacher verkaufen, das sie eklig sind. irgendwie komisch und mit scham belastet sind sie ja sowieso schon. aber dann noch bluten? ne, ne nicht drüber sprechen. schließlich ist ein blutfleck am po das schlimste was einem mensch passieren könnte. das eine periode kein privileg sein sollte beziehungsweise das ‘versorgen’ einer prangern wir immer wieder an. aber ändert sich da was? das kann doch nicht alles so bleiben. naja, wir wollen ja blut sehen und deshalb träufeln wir blaue flüssigkeit auf binden. wir wollen blut sehen und abgesehen davon ist an einer blutenden vagina für den außenstehenden menschen nichts schlimmes daran. dieser spürt keine krämpfe, kein blähen, keine ziehenden nippel oder rückenschmerzen, übelkeit oder kopfschmerzen. der weiß nur: eine vagina blutet. und das reicht schon um angst zu haben. vor ekligem unsauberen blut, den stimmungsschwankungen und dem schoki fresswillen. ja, das ist scheiße. ich finde auch wir sollten viel weniger angst vor vaginas haben. doch bis das im einundzwanzigsten jahrhundert angekommen ist mag noch eine ganze zeit dauern. leider.

deutschland, du hast kacke am kinn.

..und das blöde an der scheiße ist: du kannst sie nicht sehen, aber sonst jede*r. du denkst gerne du wärst etwas sehr gutes, weil du besser bist als andere länder. aber die frage ist immer mit wem mensch sich vergleicht. ich weiß, wir haben krankenversicherungen und zugang zur bildung. aber du bist nicht immer so fortschrittlich wie du tust. deutschland soll schließlich auch eine tradition wahren und oft fragt sich ein außenstehender mensch jetzt welche denn jetzt. und trotzdem bist du so fortschrittlich deutschland. 2017 kam die ehe für alle. das du damit in europa schon fast spät dran bist ist doch egal. du rühmst dich. so wie du es immer tun willst, obwohl du nur unrecht vertuschst oder in bunte, besser klingende worthülsen steckst: mensch sieht den inhalt trotzdem wenn mensch reinschaut. auch wenn du es kaum glaubst, das machen menschen. du bist deutschland, du wäschst dich rein. aber du hast da was  vergessen deutschland, du hast kacke am kinn. irgendwie lässt dich der braune scheiß echt ungern los und jede*r fragt sich warum außer du. es scheint offensichtlich, doch das ist nicht so deins. verständlich, jede*r hat ja andere stärken. aber so blind kann doch kein mensch sein, nicht mal du deutschland, du westliche leitkultur, du friedensstifter in nah und fern, du christlicher vertreter in der welt. du musst doch verstehen das was du tust direkte konsequenzen hat und irgendwann haben dich die leute satt. und dann? ich weiß, du erinnerst dich nicht gern aber nur so kannst du gegenwart verstehen. hörst du nicht die stimmen, die dich verschmähen?an allen seiten neben dir steht die unzufriedenheit, aber “allen in diesem land geht es gut.” ja das sehen wir alle, nur du nicht deutschland. du stolze nation hast ja nie was falsch gemacht. das waren immer die anderen. erinnerungskultur ist doch bald überflüssig. deutschland, denk mal drüber nach, schau in den spiegel und beschreibe was du siehst. und dann merkst vielleicht auch du, dass mensch verhalten ändern kann.  

dear social media – fuck off

hello social media. i am sitting on my atelier floor drinking green tea while listening to the xx and been wanting to tell you to fuck off. i am done with you. i am done with the images you present and the false realities. i am done with all the shit you are praising and the overlooked consequences you are causing. i didn’t post anything on instagram for seven weeks now and i am pretty sure i can exist without you. but lets talk about us. we were the perfect failed romance. in the beginning. both in love with this new excitement but never really with each other. and now after a while of living together everything is breaking down and you are showing your real face. all the damage caused and all the false expectations raised. you were never telling me what would happen. you would never tell me about the sleepless nights and the anger, the self-hate and the damage you would make without hesitation. it has been a long while until i understood that behind all those problems was always you looking at me through the glass screen hiding. hiding behind all those happy persons faces all those skinny persons bodies and those perfectly tidied houses. i always knew that that wasn’t my life and it would never be. but never would i have thought that it could get to me that bad. and please don’t tell me you didn’t knew what you were doing. manipulating me on all the channels in advance. for a certain period of time you were always there. during the happy days, the endless nights and everything in between. until one cloudy morning i woke up with red eyes because i slept three hours under pain and tears in my eyes because of you. i was feeling sick. sick from the inside of my soul. i tried to move away from my bed but could hardly manage to walk to the bathroom covered in three blankets because i felt so cold. i wasn’t physically sick but my mental health told that it was enough. that i needed to stop doing whatever did so much harm. well. it was you dear social media. your fucking stupid feel good image and rainbow land. i had a happy life back then and yet you shouted with every picture that it wasn’t good enough yet that i needed to workout more and be a better me. that i should eat clean and never drink. that i couldn’t be happy without this and this and the latest trend on my feed. i should have known that all these tiny pictures weren’t what they appeared but i was still drunk on love, drunk on the fact that i could be happier like this. in the end i realised under three blankets and way too much wodka that it was never me. that it was always you and your stupid advice. your happy faces, skinny bodies and tidy houses. i was just who i am. the little chubby redhead with too big of a mouth surrounded by art and chaos and i was good like that. i know i should have never listened but it is too late for that. i had my breakdown and we had our breakup. so please go now and take all your happy faces and skinny bodies and tidy houses and let me live. my body is a temple and i am the god it was built for.i have to live inside it day by day. and luckily i am happy now. after i spit out all your stupid mantras and deleted the pictures from my brain space. i am done with you. dear social media. fuck off.
der schuss musste ihn getroffen haben, wie in einer trance bemerkte er die warme flüssigkeit seine kleidung herunterlaufen. nach dem durchdringenden geräusch des schusses herrschte stille. ohrenbetäubende stille.. stille die es in einer stadt wie boston nur selten gab. und wenn sie sich dann ihren weg langsam aber sicher durch die straßen bahnt fühlt es sich für sekundenbruchteile so an als wäre die welt einfach mal kurz stehen geblieben weil es ihr hier gerade so gut gefällt. ihm gefiel dieser moment jedoch so gar nicht. sein atem fing an zu stocken als wäre seine lunge viel zu klein für seine, diese eine welt. das dicke dunkelrote blut sickerte vorsichtig durch kleine zwischenräume des gewebes seines hemdes. und es sammelten sich dicke tropfen am revers. sie sagen immer wenn man stirbt dann zieht das ganze leben nochmal an einem vorbei, doch in seiner schädeldecke flimmerte da gar nichts. tiefes schwarz umhüllte zunehmend seinen geist wie dichter nebel im herbst die welt quasi auf stumm stellt. verzweifelt suchten seine hände nach einem ausweg, doch das lähmende gefühl breitete sich zunehmend schneller aus. sein blut fühlte sich an wie auf vier grad runtergekühlt und neben der tatsache das er eine gänsehaut bekam fing er unkontrolliert an zu zittern. er riss die augen wieder auf und sah gar nichst. auf merkwürdige art und weise näherte sich sein körper in wenigen bruchteilen von sekunden dem rot glänzenden asphalt. der regen vermischte sich mit den dicken tropfen und trug den letzen rest von ihm zurück in die welt.

menschenleer.

manchmal gehe ich durch diese stadt, wenn sie menschenleer ist. dann sind da nur die einsamen straßenlaternen und ich bemerke dass sie viel zu weit voneinander entfernt sind. und das licht das mir diese spenden fühlt sich manchmal gar nicht mal  so kalt an und auch die straße fühlt sich manchmal gar nicht mal so hart an. da gibt es diese momente in denen ich alleine durch die verlassenen straßen gehe und keine angst habe. dann pocht der beat in meinen kopfhörern so laut, dass es meinen herzschlag ersetzt und es fühlt sich gut an. und dann schwappt das bier in meinen händen fast über und vielleicht hab ich manchmal das gefühl ich kipp vorn über aber das ist nicht so schlimm. manchmal gehe ich durch diese stadt, wenn sie menschenleer ist. dann zähl ich entfernung wieder in liedern und hoffe das ich noch kein altes bin. dann spiegelt sich mein gesicht in einem ladenlokal das zu vermieten ist weil das feuerzeug hier die einzige beleuchtung ist. und dann schau ich dem rauch nach. wie einsam er wohl ist? und dann schaue ich meine kippe an und bemerke sie ist wie ich. jetzt gerade leuchtet sie, flammend rot und verstreut ihre seele in der welt, geht mit dem wind und dann auf einmal ist sie hin, und so werde ich auch sein. asche zu asche und staub zu staub. manchmal gehe ich durch diese stadt, wenn sie menschenleer ist. dann frage ich mich wo das nächste meer ist und wie furchtbar allein es wohl ist. wie lange dauert es wohl bis sich zwei wellen wiedertreffen? ich kenn es nur wenn man sagt das wir uns in zwei liedern hier wiedertreffen. und dann spiegelt sich in der pfütze auf dem boden eine halbe million. meine müden augen schauen zu den sternen hoch und ich frag mich bloß ob sie nicht total einsam sind. eben da war es pass mal den absinth und jetzt bemerken wir alle wie furchtbar allein wir doch sind.

it went downhill from here. 

” and it went downhill from here ” thought john while wiping up his babies vomit. he should not have done this. this was the worst decision of his life. he was never, ever again, sleeping with a woman that was not on birthcontrol. and don’t let her give you the baby. ” let’s do this ” she said. ” it will be fun ” she said. actually it was no fun at all. it more felt like a tiny cage that he was kept in. he was not much more than an animal in his nearest zoo. there were constantly girls admiring his sweet dadhood while he could not stop thinking about how to get rid of this damn thing. this damn thing was called adam. adam seemed to be a great name for this creature as he was the world’s first plague too. john was not really fond of any religion nor any decision he has ever made. but he was fond of the fact that he has done something wrong. after months of self pity one cloudy evening he decided to give things a turn. he has seen people killing people on tv, but not ever has he seen a dad killing his baby. ” it is about time to change.” john thought out loud. change meant death in this case. brutal baby murder. but john did not seems to be concerned about it whatsoever. apparently it was the first time in his whole little life he knew what he was doing. and he knew that what he was doing was insane, but brilliant. so john packed the baby by his feet and held him up like this for at least ten minutes. at first the baby cried and cried and guess what..cried. but as john looked up at  his way too big clock, saw it change to four a.m., knowing that it must have been ten minutes now, he started to notice something. there was silence.. had he already done it? was he a baby killer? and if so, what was he gonna do with the corpse? this was not any stupid show, this was real life, and it scared the shit out of our poor protagonist. but as always, it got worse. if you think shit could not get any realer, the mother of the baby you just killed, your baby, walks in your flat completely and totally drunk and lets herself fall on your couch and sleeps. in the worst of those cases which sadly made up john’s life the protagonist completly forgot the he gave her the keys. so that was the inventory: one dead baby, one way too drunk ex acquaintance with john’s keys and then there was john. stumbled, looking at the whole situation he could describe in one simple world that fit most of the situations he has been in:” bullshit”. but what was he gonna do about it. he had no experience in hiding bodies or the ability to explain to a drunk lady that he purposely killed her own blood. after a long chain of thoughts he suddenly came to the point of regret. but there was not time to commemorate. john had to find a solution. quick! out of nowhere he remembered an old school friend which was now the owner of a funeral home…for pets. but was there even a difference? kids are annoying as well as dogs and they consume at least the same amount of time and money. his natural reaction was to call. then again as he heard the calm voice saying ”porter’s funeral home, how can i help you?” john did not know how to explain that he had just killed his baby, had the mother lie drunk on his couch and himself in the middle of all that. after all these nervewrecking adventures, he took a look at the baby again. it was so calm. maybe all he wanted and looked for in his years on this earth was the same kind of calmness. it seemed like a spontaneous win of six billion dollars when he remembered how to kill yourself just with the help of an ordinary diaper. maybe john’s worst night of his life wasn’t so bad and maybe this baby was the best thing that could have ever happened to him.

i miss you

the beautiful thing about missing someone is that it’s just temporarily. it’s the evidence that your absence mattered. it’s the spark of memories linked so closely to you. it’s the notion of connection simply through an action. something usually so easily forgotten. we are humble when we miss someone. it’s the sensation of being alive in the urge to feel your presence alongside the own. missing someone doesn’t mean pure love or affection. it’s the fact that you make a difference and that even when you’re gone you never left our brainspace. our little universe. even when you seem lost – i miss you.

splinter of a writer’s life

why do you walk into a bar to be alone or in creative company only?

because i don’t want to make up everything. my writing is a pretty real thing and i like it this way. so from time to time i need to convince myself to actually observe the ordinary, the mundanes, in order to see all their little faces about their sad little lives.

what else?

fiction is not real. sure. but sometimes it feels realer than any reality. so i need people. i never thought i’d say this but think about it. think about all the pages i filled with hate and society rants and pure disappointment.those actions and thoughts and beliefs aren’t my own so without people and a fucked up society i would’ve nothing to rant about. and as you may imagine hate is a force that keeps my letters together.

so thank you world for being so shit. now fuck off.

writing and observance.

i once spoke to a person that somehow had no idea about writing and so he asked me: ”what is it like being a writer?”

since i couldn’t give a full answer in casual conversation i may give it now. to the world, to my world, to my beloved notebook.

bukowski once described writing as a disease and somehow it’s just like that. the most beautiful disease one will ever have and never lose if you’re truly made for that. writing is not like  metaphorical itch to scratch. it’s a mixture of wine, ink and absinth running through your veins, driving your crazy. in the end all writers are mad man.

and when you’re writing you don’t see things, it’s as if you simply had all the sherlock moments without being a sociopath ( at least not all writers are ones ). you observe and listen and shake your head to all the stupidity of this world.

 in the end you can at least rant about them and everything is fine.

but it is not only about observing others as it might appear now. it’s about observing yourself after all. i feel like you know yourself a lot better after years of writing. people always describe writing as if you’d lose something while you put all these splinters of your soul and mind in words and stories and characters. but can you imagine a more beautiful way to grow than traveling through spheres, thoughts and beating hearts?

the artist is the creator of beautiful things.                                                                                 – oscar wilde

and first and foremost that’s themselves.

i think it is rather unlikely for you to meet an artist that doesn’t understand people as concepts. because we mostly take this for granted as the base of our art. yes, sure. many aspects add up but even then the artist himself is essential. not in the physical existence but mindfulness.

the desire to create. and wine.

splinter

snow was already covering her face. she did not dare to open her eyes again. the blade ran along her spine in such a delicate manner while gentle moans left her lips. the seconds felt like little forevers. lonely forevers that finally morphed into something greater.  everything seemed like a splinter of a broken mirror. lost in the other ones but one couldn’t neglect the magic. maybe it isn’t so lost at all..just hidden in between words and sentences and phrases.

the ordinary and the special, dots and lines.

finally she opened her eyes with the help of all bravery she could find in the corridors of her soul. little pearls were running down her cheeks and met in the curve of her chin. in comparison to the black nothing in her head the tiny nightly skyline seemed like a gleaming diamond in the middle of stones.